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Der “Halbblut-Wälder” Dominik Wachta betreibt die 1st Place Models Agentur – Wir stellen nun der Reihe nach seine Vorarlberger Models, darunter eine Bregenzerwälderin, vor – Heute Eva Spiegel aus Dornbirn – Mit Bildern

Kurz vorab zu Dominik Wachta

Der 43-jährige hat eine internationale Karriere gemacht. Seit 2019 betreibt er seine 1st Place Model Agentur von Madrid aus. Neben-Sitze befinden sich in Miami und Wien. Auch als DJ ist er über die Grenzen hinaus bekannt. Unter anderem war er auch Gründer von “Österreichs Nächstes Topmodel.

Wir haben Dominik Wachta, der einen Großteil seiner Kindheit in Krumbach verbrachte (seine Mutter ist Bregenzerwälderin) ja bereits vorgestellt und ein Interview mit ihm geführt. Zum Bericht geht es hier: Dominik Wachta

Nun sind seine drei Vorarlberger Models, darunter eine Bregenzerwälderin, nach und nach an der Reihe. Den Anfang macht die 20-jährige Dornbirnerin Eva Spiegel.

Eva Spiegel ist ein 20-jähriges Model aus Dornbirn, die den Sprung in die Modelacademy von 1st Place Models geschafft hat, jener Agentur die vom Krumbacher Modelmanager von Madrid/Spanien aus geleitet wird. Kurz nach Unterschrift schaffte es die etwa 1,70 m große Schönheit bereits zu einer der wichtigsten Modewochen Europas, der Berlin Fashionweek.

Hätte sich die Vorarlbergerin nicht kurz nach dem internationalen Debüt das Bein gebrochen, stände kurz nach Karriere-Beginn sogar noch Paris in ihrer Vita, da Eva bereits fix für die Aftershow Party der Paris Fashionweek gebucht wurde.

Wir haben die Dornbirnerin zum Interview gebeten.

Du kommst aus Dornbirn und bist eigentlich nicht das klassische Laufstegmodel, schon allein weil du mit deiner Größe eher in Richtung Fotomodel gehst. Wann hast du trotzdem für dich entschieden, dass du es mit dem Modeln ernsthaft versuchen möchtest?

Entschieden habe ich mich dafür eigentlich erst, als ich zum Studieren nach Wien gezogen bin. Davor hatte ich in Vorarlberg schon ein bisschen gemodelt, das aber nicht weiterverfolgt und mich auf andere Dinge konzentriert. Die Möglichkeit, auf dem Laufsteg zu laufen, hat sich dann erst später über meine Agentur ergeben und so kam ich schließlich zu meiner ersten Fashionweek in Berlin.

Dann kam plötzlich die Berliner Fashionweek und damit dein internationales Laufstegdebüt. Wie war dieser Moment für dich, als du zum ersten Mal bei einer internationalen Fashionweek auf dem Laufsteg standest?

Das war ein völlig verrücktes Erlebnis, das ich nie vergessen werde. Am Anfang konnte ich es selbst kaum glauben, dass ich dort stehe. Es war eine wirklich schöne Zeit, hat mir riesigen Spaß gemacht und definitiv Lust auf mehr geweckt.

Du hast damit gerade gezeigt, dass man nicht unbedingt die klassischen Modelmaße/Größe haben muss, um auf einem internationalen Laufsteg zu landen. Hast du das Gefühl, dass sich die Modebranche inzwischen tatsächlich stärker für unterschiedliche Typen und Persönlichkeiten öffnet?

Ich habe schon das Gefühl, dass sich da einiges bewegt. Man sieht auf immer mehr Laufstegen unterschiedliche Größen, Typen und Persönlichkeiten, nicht mehr nur das eine klassische Bild. Für mich persönlich war es ein schönes Zeichen, dass ich trotz meiner Größe die Chance bekommen habe, international zu laufen. Ich glaube aber auch, dass da noch Luft nach oben ist.

Und dann kam ausgerechnet kurz nach deinem großen Debüt der Beinbruch. Das muss gerade zu diesem Zeitpunkt ein ziemlicher Schock gewesen sein. Wie bist du damit umgegangen, plötzlich nicht mehr arbeiten und deine nächsten Pläne verfolgen zu können?

Das kam wirklich zu einer sehr ungünstigen Zeit und hat mich zuerst sehr traurig gemacht. Gerade da hatte ich schon das eine oder andere Projekt geplant, zum Beispiel die Modenschau der Aftershowparty der Paris Fashionweek von Julia Lara König. Diese Chancen dann plötzlich nicht wahrnehmen zu können, hat mich schon ziemlich traurig gemacht. Dazu kam die Unsicherheit, wie lange die Heilung überhaupt dauern würde, und die Angst, den Anschluss zu verlieren, gerade weil ich gerade erst richtig gestartet war.

Gerade wenn man am Anfang einer Modelkarriere steht, möchte man natürlich jede Chance mitnehmen und möglichst schnell weitere Jobs bekommen. Hattest du während deiner Verletzung Angst, dass du diesen gerade gewonnenen Schwung wieder verlieren könntest?

Ja, diese Angst war auf jeden Fall da. Man merkt am Anfang der Karriere, wie schnell sich Chancen ergeben können, und wenn man dann plötzlich ausfällt und obendrein nicht weiß, wie lange die Heilung dauert, fragt man sich schon, ob der Zug ohne einen weiterfährt. Am Ende habe ich aber versucht, mir zu sagen, dass es weitergeht, sobald ich wieder fit bin.

Du bist in Vorarlberg aufgewachsen und hast mit Berlin nun auch eine ganz andere Modewelt kennen gelernt. Was unterscheidet das Leben und Arbeiten als Model in einer Großstadt von dem Leben in Vorarlberg und was gefällt dir an deiner Heimat nach wie vor besonders?

Berlin und Vorarlberg könnten unterschiedlicher kaum sein, in der Großstadt ist alles schneller, internationaler und man trifft ständig neue Leute aus der Branche. In Vorarlberg dagegen bin ich total gern in der Natur, am See und in den Bergen, das schätze ich an meiner Heimat besonders. Genau das fehlt mir in der Großstadt dann auch ein bisschen, dieser Ausgleich und die Ruhe, die man dort einfach hat.

Was hat sich durch deine bisherigen Erfahrungen bei dir persönlich verändert? Bist du heute selbstbewusster vor der Kamera und auf dem Laufsteg oder gibt es noch immer Situationen, in denen du nervös wirst?

Ich bin definitiv selbstbewusster geworden, sowohl vor der Kamera als auch auf dem Laufsteg. Nervosität gibt es aber immer noch, gerade vor neuen, großen Projekten, ich glaube, ein bisschen Lampenfieber gehört einfach dazu und pusht einen auch.

Jetzt, wo du nach dem Beinbruch wieder nach vorne schauen kannst: Was möchtest du als Nächstes erreichen? Ist eine weitere Fashionweek dein großes Ziel oder gibt es vielleicht einen ganz anderen Modeljob, von dem du schon lange träumst?

Ich freue mich einfach auf weitere Projekte, die noch kommen. Normalerweise arbeite ich ja eher als Fotomodel, aber wenn sich nochmal die Möglichkeit ergeben würde, auf dem Laufsteg zu stehen, fände ich das sehr cool. Das war schon ein besonderes Erlebnis, das ich gerne nochmal wiederholen würde.

Danke für das Gespräch und viel Erfolg für die Zukunft!

Bilder von Eva Spiegel © Mihael Vuzem

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