(kr/dorfkultur)
Es war Irene Eberle von unserem Verein, die uns im Herbst 2023 auf die Genussgeiger aufmerksam machte. Sie hatte dieses 13-köpfige Ensemble aus Bad Ischl bei einem Weinfest in Niederösterreich kennengelernt. Kurz darauf nahmen wir Kontakt zu den Agrargemeinschaften Eggartsberg und Hammeratsberg auf. Beide Obmänner standen unserem Vorhaben einer sonntäglichen Genussmeile in ihrer Vorsäßsiedlung wohlwollend gegenüber.
Als Wirt holten wir Hannes Waldner vom Lifthus in Schetteregg ins Boot. Er hätte die gesamte Bewirtung der Veranstaltung übernommen, doch aufgrund des schlechten Wetters musste sie im August 2024 ins Lifthus verlegt werden.
Gegen Abend beruhigte sich das Wetter, und wir konnten den Genussgeigern doch noch die Vorsäßsiedlung zeigen.
Zwei Jahre später wagten wir erneut den Anlauf. Die Genussgeiger sagten sofort zu. Die Bergler schlugen vor, die Genussmeile auf eigene Rechnung zu bewirten, uns gefiel dieser Gedanke. Nach zwei Sitzungen stand das Konzept, und nun musste bloß noch das Wetter mitspielen.
Nun konnte die Werbemaschinerie in Gang gesetzt werden.
Letzten Samstag ging es rund in der friedlichen Vorsäßgemeinde. Viele helfende Hände packten kräftig mit an. Zwischendurch zog ab und zu ein kurzer Nieselregen durch, der die Arbeiten aber nicht störte.
Auch die Alpe Ostergunten bei ihrem Heimzug behinderte den Aufbau der Genussmeile nicht.
Der Wetterbericht klang vielversprechend und wir freuten uns auf eine großartige Veranstaltung.
Am Abend reisten die Genussgeiger an und bezogen ihre Quartiere im Schetteregger Hof und im Matt3 in Lingenau. Es war ein freudiges Wiedersehen und schon bald spielten die Genussgeiger auf. Die Generalprobe sozusagen für morgen.
Am Sonntagmorgen herrschte reges Treiben. Die „Berglerfrauen“ schmückten alle Tische und bereiteten einen anmutigen Altartisch für den Wortgottesdienst vor. Die Markstände füllten man nun mit Speisen und Getränken, während die ersten Gäste eintrafen. Es war schön zu sehen, wie Besucher vom Amagmach in den „Berg“ hereinspazierten oder von der Sibratsgfäller Seite her mit dem Fahrrad kamen.
Sepp Waldner und Georg Schneider brachten viele Gäste mit ihrer Doppelspännerkutsche in die Vorsäßsiedlung.
Um 11:00 Uhr begann der Wortgottesdienst mit Diakon Ludwig Zünd aus Mellau. Seine bewegenden, zugleich klaren Worte wurden von den Gästen sehr geschätzt. Zwischenzeitlich spielte das Bläser Ensemble der Wäldar Tonzmusig wunderschöne Klänge. Die Lesung und die Fürbitten übernahmen das Vorsäßvolk.
Um 12:00 Uhr eröffneten Klaus Sutterlüty, Obmann der Agrargemeinschaft Eggatsberg, und Klaus Riezler, Obmann des Vereins dorfkultur, offiziell die Genussmeile.
Von da an ging es heiß her. Die Gäste hatten Durst und Hunger, und das bunte Treiben auf der Genussmeile nahm seinen Lauf. Schon bald erklangen die ersten Töne der Genussgeiger, die mitten zwischen den Besuchern positioniert waren. Vor Klaus Sutterlütys Hütte nahm die Wälder Tonzmusig Platz und unterhielt das Publikum.
Wir hatten Glück mit dem Wetter. Nach der heißen Sommerperiode und dem kurzen Zwischentief lud dieser Sonntag geradezu zu diesem Fest ein.
Bald musste die Egg-Brauerei Nachschub liefern – ein klarer Vorteil der Zusammenarbeit mit regionalen Lieferanten. Fleisch- und Wurstwaren sowie Brot wurden ebenfalls kurzfristig besorgt. Es gab kurze Engpässe, die schnell behoben waren. Auch die selbstgebackenen Kuchen der Vorsäßfrauen waren rasch ausverkauft.
Ab 18:00 Uhr blieb nur noch der „harte Kern“ und die Genussgeiger spielten bis 22:00 Uhr. Danach zogen sie in den Schetteregger Hof und spielten dort noch bis Mitternacht.
Paul Rauch und seine Frau Sonja boten erneut ihren Taxiservice für die Genussgeiger an, die im Matt3 in Lingenau übernachteten. Vielen Dank dafür.
Montagmorgen waren die „Bergler“ schon wieder fleißig. Um 9:00 Uhr gab es bei Klaus Sutterlüty ein herzhaftes Frühstück für alle Beteiligten.
Am Vormittag präsentierte sich die Vorsäßsiedlung wieder so, wie sie sein soll: friedlich, ruhig, idyllisch in den Egger Bergen.
Am Montagnachmittag wurden die Bauzäune wieder eingesammelt, die uns als Werbeflächen dienten und uns unentgeltlich von Dominik Gmeiner zur Verfügung gestellt wurden.
Der Verein dorfkultur sagt herzlich Danke. Dank gilt den Agrargemeinschaften Eggatsberg und Hammeratsberg für die unkomplizierte Zusammenarbeit, Thomas Schneider von der Sennereigenossenschaft, den Genussgeigern und der Wälder Tonzmusig für einen unvergesslichen Nachmittag, Diakon Ludwig Zünd für den gehaltvollen Gottesdienst, Fotograf Emanuel Sutterlüty für die tollen Bilder, den Kutschern Sepp Waldner und Georg Schneider, den Unterkunftsgebern Schetteregger Hof und Matt3 sowie all unseren Gästen von nah und fern.
Und apropos Wälder Tonzmusig: Schon im September gibt es ein Wiedersehen.






















































