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Vo Mella bis ga Schoppernou . . . Elred Faisst berichtet für Wäldernews über unsere Skiasse – Saisonstart  in Sölden

Der Kultsong von Philipp Lingg kann für den alpinen Weltcupauftakt in Sölden als Ländle-Hymne verwendet werden. Tatsächlich wohnen alle vier VSV-Läufer:innen, die bei den Riesentorläufen an den Start gehen, in dieser Ecke des Bregenzerwaldes.

Am Samstag macht Victoria Olivier den Anfang. Vor den Augen ihrer Familie, die nach Sölden anreist. Mit Ausnahme von Bruder Christopher, der aktuell bei Bröndby IF in Kopenhagen dem runden Leder nachjagt. Für die 22-Jährige ist es nach ihrem gesundheitsbedingten Ausstieg in der Vorsaison die Rückkehr in den Weltcup. “Die Vorbereitung auf Schnee in Argentinien und Chile war sehr gut. Ich fühle mich jetzt wieder gesund und gehe optimistisch in das Rennen in Sölden”, sagt die Auerin. Die Tochter eines Südafrikaners und einer Schoppernauerin setzt sich das Ziel, möglich wieder nahe an oder in die Punkteränge zu fahren. “Wird am Anfang schwierig sein, weil ich mit hohen Startnummern in die Rennen gehen muss.” Mit Etappenzielen will sie sich in der Startreihenfolge entsprechend weiter nach vorne arbeiten. Wenn es der Rennsport zulässt geht sie auch ihren Hobbys nach: “Radfahren, Kaffee trinken, wenn ich einmal frei habe, kann es sein, dass ich einfach gar nichts mache.” Oder sie widmet sich ihrem Architekturstudium, dass sie online absolviert – neben dem Rennsport.

“Ich nehme es wie es kommt”, sagt Lukas Feurstein, der wie sein Cousin Patrick und Noel Zwischenbrugger am Sonntag im Riesentorlauf starten wird. Drei Mellauer in einem Weltcuprennen ist einzigartig, so eine “Ansammlung” an Läufern aus demselben Ort hat es nur in früheren Jahren mit Läufern aus Lech oder Kitzbühel geegeben. “Die Vorfreude auf die Rennen ist riesig, Sölden ist ein spezielles Rennen. Und heuer ist der Rennhang so gut zum befahren wie selten einmal”, sagt Luki. Seine Erwartungen an die Rennen in Sölden, an die Saison schiebt der 25-Jährige solche Gedanken daran weit weg. “Damit habe ich mir selbst schon Druck gemacht. Im Riesentorlauf bin ich noch nicht so gut in Form. Im Super-G sind Topplätze möglich, wenn alles passt.” Verlassen kann sich Feurstein auf seine Gruppe im ÖSV-Team: “Die hält super zusammen. Für eine Minute ist jeder alleine, aber davor und danach sind wir ein tolles Team.” Übrigens ist Feurstein beim FC Mellau als Spieler gemeldet: “Spielen werde ich aber nicht, habe nur den Pass dorthin hinterlegt, wo er hingehört.” Zum Thema Aufstieg sagt der einstige Nachwuchsspieler: “Da muss sich die Mannschaft noch steigern.”

Fußball ist auch ein Thema bei der Familie Zwischenbrugger, vor allem dann, wenn ein Onkel von Skirennläufer Noel Altachs Rekordspieler in der Bundesliga ist. Allerdings ätzt Jan ein wenig: “Noel hatte zu wenig Talent für Fußball, deshalb musste er zum Skisport gehen.” Das gibt Rache, sagt Noel: “Beim nächsten Tischtennismatch werde ich Jan die Bälle um die Ohren hauen.” Bis es so weit ist, wird Noel noch einige Weltcuprennen bestreiten. Nach guter Vorbereitung fühlt sich Zwischenbrugger bereit: “Ich brauche mehr Konstanz als im letzten Jahr. Ich bin bereit für die Saison, zuletzt war ich ein wenig kränklich, aber das ist ausgestanden, ich fühle mich gut.” Der 25-Jährige peilt in der ersten Saisonphase eine Verbesserung seiner hohen Startnummer an, will dann regelmäßig in den zweiten Durchgang kommen. Mit Matthias Mayer, dem dreifachen Olympiasieger hat er einen hochkarätigen Spartentrainer bekommen.

Der älteste im Quartett ist Patrick Feurstein, der am 1. Dezember 30 Jahre alt wird. “Ich habe in der Vorbereitung daran gearbeitet, dass ich technisch stabiler werde. Im letzten Jahr hatte ich oft einen guten Lauf, aber eben nur einen.” Der Senior tritt schon zum siebenten Mal in Sölden an, kennt also das spezielle Feeling eines ersten Saisonrennens schon zur Genüge. Für ihn ist die WM in der Schweiz ein erklärtes Ziel, das er möglichst schnell schon fixieren will. Im Team setzt Feurstein vor allem auf die Freundschaft mit Cousin Lukas und Noel Zwischenbrugger: “Wir unternehmen auch privat viel zusammen, die vielen Reisen schweißen uns weiter zusammen. Auch mit Stefan Brennsteiner und Marko Schwarz bin ich gut befreundet.” Neben dem Riesentorlauf fasst Feurstein auch Starts im Super-G – allerdings im Europacup – ins Auge. “Das wird aber eine Challenge, weil die Renntermine von Weltcup und Europacup zumeist parallel angesetzt sind. Ich schau halt, was sich ausgeht.

Bild: Lukas Feuerstein

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