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Neuer Erlebnispfad: Mellau eröffnet „Riese Wirm Wald“

Auf dem neuen Erlebnispfad mit acht Stationen können Kinder die Natur spielerisch erkunden

Mellau, 23. Mai 2026 – Im Gemeindewald von Mellau erwartet Familien mit Kindern ein neu gestalteter Pfad, der zu Bewegung und kreativem Entdecken der Natur anregt. Neben Spielhüsle, Netzschaukel, Balancier-Schlange, Rutsche und anderen Geräten begegnen sie übergroßen Waldlebewesen – stets begleitet vom Riesen Wirm, dessen Geschichte entlang des Wegs hör- und erlebbar wird. Am Wochenende wurde der „Riese Wirm Wald“ eröffnet.

Bei schönstem Wetter gab die Bregenzerwälder Gemeinde den neuen Erlebnispfad frei: Mellauer Kinder führten die zahlreichen kleinen und großen Besucherinnen und Besucher durch das besondere Stück Wald am Fuße der Kanisfluh. Für die passende Stärkung sorgte die hiesige Bäckerei mit eigens für den Anlass kreiertem Gebäck: dreißig Zentimeter großen Riesenkäsefüßen.

Der Sage nach erschuf der Riese Wirm die Kanisfluh. Auch bei der Gestaltung des neuen Walderlebnispfads scheint er seine Finger im Spiel gehabt zu haben: Neben einer ein Meter großen Schnecke begegnen Wanderlustige auch anderen übergroßen Waldlebewesen oder gleiten auf einer großen Rutsche direkt in den Wald. Anhand von Tafeln entdecken sie die Geschichte und verschiedenen Gesichter des Riesen Wirm, die sich – wenn man aufmerksam schaut – in der Umgebung wiederfinden.

Zugang zur Natur
„Unser Gemeindewald oberhalb der Mellaubahn war schon immer ein besonderer Teil unseres Dorfrundweges. Mit der Neugestaltung wollten wir einen Raum schaffen, der zum Ort und seiner Geschichte passt und der Familien und Kindern einen einfachen Zugang zu Wald und Natur ermöglicht – und zwar Einheimischen und Gästen“, erklärt Bürgermeister Tobias Bischofberger.

Gelungen ist dies mit tatkräftiger, ehrenamtlicher Unterstützung zahlreicher Mellauerinnen und Mellauer: Die Geschichtenerzählerin Katharina Ritter adaptierte die Sage und sprach sie auf Hochdeutsch und im Wälder Dialekt ein. Die Künstlerin Julia Gridling schnitzte riesige Waldwesen aus Baumstümpfen; kreativer Kopf für die Gestaltung von Weg und Tafeln war der Fotograf und Grafiker Michael Felder-Fontain. „Viele haben anfangs auch geholfen, den Pfad freizuräumen. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt von und für die Bevölkerung geworden – und damit ganz im Sinne unserer familieplus-Gemeinde“, so Bischofberger, der sich bei allen Beteiligten bedankte.

Ganzjährig geöffnet
Günter Weiskopf vom Lustenauer Büro für SpielRäume unterstützte die Gemeinde bei der professionellen Planung der acht Stationen, die Aqua Mühle setzte diese um. Das Spielhüsle aus Holz lässt sich vom Grundriss auf frei gestalten. Mut und eigene Fähigkeiten können Kinder am Flying Fox, auf der Balancier-Schlange und anderen Agility-Geräten testen. Wer lieber zuschaut oder sich ausruhen will, macht dies auf der von Julia Gridling geschnitzten Wurzelbank. Tobias Bischofberger: „Der rund einen Kilometer lange Weg ist ganzjährig nutzbar und so gestaltet, dass auch Familien mit kleinen Kindern ihre Freude daran haben werden.“

Über familieplus
Mellau engagiert sich seit 2012 im Landesprogramm familieplus. Bei der Rezertifizierung vor zwei Jahren punktete die Gemeinde u. a. mit ihrer guten Infrastruktur für Kinder, Jugendliche und Familien sowie zahlreichen Freizeitmöglichkeiten wie Spielplatz, Skatepark, Skischule und Freibad. Zudem gibt es regelmäßige Veranstaltungen wie das traditionelle Dorffest, bei dem sich Einheimische und Besucherinnen und Besucher austauschen können.

Seit 2011 begleitet das Landesprogramm familieplus Vorarlberger Gemeinden auf dem Weg zu mehr Kinder-, Jugend- und Familienfreundlichkeit. Der kontinuierliche Entwicklungsprozess umfasst alle in einer Gemeinde lebenden Menschen und sämtliche Lebensbereiche. Aktuell nehmen 15 Gemeinden und Städte sowie die Region Brandnertal (mit Brand und Bürserberg) aktiv daran teil.

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