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Funktionäre im Blickpunkt: HEUTE Herbert Natter – Ein Leben für den FC Au – Reportage von unserem Redakteur Elred Faisst mit einigen Bildern

Seit 2010 ist Herbert Natter Obmann des FC Au, zumindest bis 2029 wird er das noch bleiben. Ob er dann zurücktreten wird? Im Gespräch mit “Wäldernews” war von Amtsmüdigkeit nichts zu spüren. Natter zählt mit 16 Jahren Amtszeit zu den längstdienenden Obmännern in der Vorarlberger Fußballlandschaft. “ich will aber nicht als Pensionist immer noch Obmann des FC Au sein”, sagt Natter.

Dass ihn der Fußball so fasziniert, lag allerdings nicht an seinem sportlichen Talent, das er selbst als überschaubar bezeichnet: “Ich habe erst mit 17 Jahren angefangen, da war es schon nicht mehr so einfach, die sportlichen Fähigkeiten richtig gut zu lernen.” Lange dauert es freilich nicht, bis er andere Tätigkeiten im Verein übernahm. Der damalige Obmann Alfred Madlener engagierte ihn 1998 als Nachwuchstrainer, das ist er bis heute geblieben. Zudem nahm Madlener den jungen Burschen mit auf Sitzungen, schon bald hatte er ein Funktionärsamt inne, allerdings “weiß ich gar nicht mehr welches”.  Der heute 50-Jährige wurde Schriftführer, Vizeobmann und schließlich 2010 der logische Nachfolger des damaligen Obmanns Gottlieb Kohler. Bis heute ist Natter Obmann geblieben. Dazu hatte er auch den Vereinsschiedsrichterkurs absolviert, pfeift auch heute noch Nachwuchsspiele.

Natter ist Regionsobmann Nachwuchs im Bregenzerwald und auch noch ASVÖ-Kassaprüfer, langweilig wird dem Gerichtsbediensteten in seiner Freizeit nie. Seine Motivation ist klar: “Man fühlt sich selbst jung, man lernt junge Leute kennen, man kann Sinnvolles für andere tun. Die Kameradschaft im Verein ist großartig, wenn andere an meiner Tätigkeit Freude haben, ist das für mich ein Erfolgserlebnis”, sagt Natter. Der aber auch klarstellt: “Ich bin nicht der FC Au, wir sind eine große Familie, die Funktionäre, die Trainer, alle die in irgendeiner Form mitarbeiten.”

Dass sich derzeit gerade auch der sportliche Erfolg beim FC Au einstellt, ist sicher kein Zufall: Die Landesliga-Mannschaft ist Herbstmeister, das 1b-Team in der 5. Landesklasse spielt um die beiden Aufstiegsplätze mit. Dass der Klub dann auch noch 13 Nachwuchsmannschaften in verschiedenen Klassen an den Start schickt, ist ein enormes Qualitätszeichen. “Ganz einfach ist es nicht immer, für alle Trainer zu finden. Allerdings haben wir jetzt einen Kunstrasen, dort können die jungen Kicker auch außerhalb des Trainings spielen. Und die Frühjahrsvorbereitung für die Kampfmannschaften ist einfacher geworden. Außerdem legen wir großen Wert darauf, dass wir bei den Erfolgen der Kampfmannschaft den Nachwuchs weiterhin stark im Auge behalten. Die jungen Spieler sind unser Kapital.”

Der Multifunkionär und sein Team leisten ganze Arbeit. Aber eine Frage ist noch offen. Haben Sie je eine Funktion abgelehnt, wenn sie gefragt wurden? “Ja, zwei sogar: Der ASVÖ wollte mich als Fußballabteilungsleiter engagieren, im Gremium des Wäldercups hätte ich auch mitarbeiten sollen. Aber das ging sich dann nicht mehr aus.”’

Aber: Was nicht ist, kann ja noch werden.

Titelbild: Herbert Natter mit dem VFV-Vorstandskollegen Francis Metzler

Weitere Bilder:

Erster Beitrag, weitere folgen natürlich: Funktionäre im Blickpunkt: Der doppelte Samuel – Wälder News – (waeldernews.at)

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