So umstritten Donald Trump auch ist: Der Gedanke hinter seiner Nationalpark-Verordnung verdient Beachtung. Am 3. Juli 2025 ordnete er an, US-Einwohner bei Gebühren und beim Zugang über Reservierungs- und Genehmigungssysteme zu bevorzugen. Die Begründung ist nachvollziehbar: Wer die Nationalparks mit seinen Steuern mitfinanziert, soll sie auch zu fairen Bedingungen selbst genießen können.
Dieser Gedanke passt auch zu Vorarlberg und ganz Österreich.
Unsere Kinder sollen auf unseren Bergen Skifahren lernen können. Diese Erinnerungen, diese Freiheit, diese Freude im Schnee dürfen nicht vom Geldbörserl der Eltern abhängen.
Unsere Kinder sollen auf unseren Bergen Skifahren lernen können. Diese Erinnerungen, diese Freiheit, diese Freude im Schnee dürfen nicht vom Geldbörserl der Eltern abhängen.
Wo Steuergeld Liftanlagen und Infrastruktur unterstützt und die Bevölkerung die Belastungen des Tourismus mitträgt, muss etwas zurückkommen: leistbare Tageskarten für Einheimische und echte Ermäßigungen für Familien, Kinder, Schulen und Vereine. Auch für Menschen, die nur wenige Tage fahren und für die eine Saisonkarte keine Lösung ist.
Dafür brauchen wir jetzt klare Regeln. Je stärker große Investoren werden, desto größer ist die Gefahr, dass ihr Geld bei politischen Entscheidungen mehr Gewicht bekommt als die Stimmen der Menschen vor Ort. Wer unsere Interessen schützen will, muss heute handeln.
Wir tragen die Belastungen: Stau auf unseren Straßen, Verkehr und Abgase in unseren Orten. Und dann sollen wir uns nicht einmal mehr einen Tag auf unseren eigenen Pisten leisten können?
Die Bilder der Menschenkolonnen am Everest bleiben im Kopf: Selbst auf dem höchsten Berg der Welt stehen Menschen im Stau. Für unsere Tourismusplanung sollte das eine Warnung sein. Unsere Berge brauchen Grenzen der Belastung – zum Schutz der Natur und der Menschen, die hier leben.
Die Bilder der Menschenkolonnen am Everest bleiben im Kopf: Selbst auf dem höchsten Berg der Welt stehen Menschen im Stau. Für unsere Tourismusplanung sollte das eine Warnung sein. Unsere Berge brauchen Grenzen der Belastung – zum Schutz der Natur und der Menschen, die hier leben.
Wir leben hier. Wir arbeiten hier. Unsere Kinder wachsen hier auf. Land, Gemeinden und Bergbahnen müssen gemeinsam leistbare Angebote für Einheimische sichern – in Vorarlberg und ganz Österreich.
Heimat darf kein Luxus werden. Und unsere Umwelt darf für den Ausflug anderer nicht auf der Strecke bleiben.
Maurice André Shourot – im Ausland geboren, in Wolfurt daheim. Bekannt als Reporter und Fotograf für viele bekannte Medien wie beispielsweise den ORF.
Titelbild: Winteridylle neben der Blechkolonne: Bei der Tourismusplanung muss auch die Lebensqualität der Menschen zählen, die hier das ganze Jahr leben. Foto (c): Shourot
Video: Maurice Shourot


