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Weltfeuchtgebietstag am 2 Februar: 55 Jahre Einsatz für Moore, Sümpfe und Auen

Titelbild: Eines der kleinen Moore in Krumbach mit Aussitz (Foto: bregenzerwald.at)

(mhä)Am 2. Februar 1971 wurde im iranischen Ramsar das erste internationale Übereinkommen zum Schutz von Feuchtgebieten unterzeichnet – ein Meilenstein für den internationalen Schutz, die nachhaltige Nutzung und die Wiederherstellung dieser sensiblen Naturräume. Seit 1997 wird der 2. Februar deshalb weltweit als Weltfeuchtgebietstag begangen, der die Bedeutung dieser wertvollen Ökosysteme ins öffentliche Bewusstsein rückt. „Die Umsetzung der Wiederherstellungsverordnung ist ein zentraler Schritt, um Fließgewässer und Feuchtgebiete als leistungsfähige Ökosysteme zu sichern. Sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag zu Wassersicherheit, Hochwasserschutz, Klimaanpassung, nachhaltiger Landwirtschaft und zum Schutz der Biodiversität“, erklärt Bundesminister Norbert Totschnig.

Der Gedenktag erinnert jährlich daran, wie essenziell Moore, Sümpfe und Auen für Biodiversität, Klima und Wasserhaushalt sind. Das diesjährige Motto des Weltfeuchtgebietstags „Feuchtgebiete bewahren – unser gemeinsames kulturelles und natürliches Erbe“ unterstreicht, dass Österreich Verantwortung für den Schutz dieser Naturräume übernimmt. Vorarlberg setzt gemeinsam mit dem Bund und den Bundesländern gezielte Maßnahmen zum Schutz und zur Wiederherstellung dieser Naturräume um.

LIFE AMooRe: Österreichweiter Schulterschluss für den Moorschutz
Mit dem Projekt LIFE AMooRe (Austrian Moor Restoration) erhält der Moorschutz in Österreich zusätzliche Dynamik: Als größtes Moorschutzprojekt Österreichs vereint AMooRe die Zusammenarbeit von Bund und zehn Partnern, darunter sechs Bundesländer, mit dem klaren Ziel, die Österreichische Moorstrategie 2030+ umzusetzen. Das Land Vorarlberg hat dabei die Projektleitung inne und trägt gemeinsam mit dem BMLUK und den Projektpartnern maßgeblich zum Erfolg dieser bundesweiten Initiative bei.

Im Fokus stehen die Restaurierung ausgewählter Moorstandorte, der Wissenstransfer sowie die Bewusstseinsbildung. Im Rahmen von LIFE AMooRe werden gemeinsam mit Betroffenen fachliche Grundlagen für den Moorschutz weiterentwickelt und erprobt. In Vorarlberg werden dazu konkrete Projekte in den Regionen Rheintal/Walgau, Bregenzerwald, Kleinwalsertal und im hinteren Montafon umgesetzt.

Landesrat Christian Gantner betont die Bedeutung des Schutzes dieser Naturräume: „Feuchtgebiete sind wichtige Kohlenstoff- und Wasserspeicher. Es ist uns in Vorarlberg ein großes Anliegen, dieses wertvolle Naturerbe nicht nur zu bewahren, sondern aktiv zu stärken. Im Rahmen von LIFE AMooRe setzen wir uns dafür ein, gemeinsam mit dem Bund und den Partnern Lösungen zu entwickeln, die zeigen, dass Restaurierungen von Feuchtgebieten mit dem Nutzen für die Region Hand in Hand gehen können.“

Schutz mit Strategie und Umsetzung
Österreich ist der Ramsar-Konvention 1983 beigetreten und hat seither 26 international bedeutende Feuchtgebiete ausgewiesen. Bereits in den 1990er-Jahren wurde eine nationale Feuchtgebietsstrategie entwickelt, der spezifische Strategien für Auen und Moore folgten. Auch in Vorarlberg sind Moore, Sümpfe und Auen Teil dieses internationalen Schutzgedankens: So ist das Rheindelta bereits seit 1982, und damit als eines der ersten Gebiete in ganz Österreich, offiziell als Ramsar-Gebiet ausgewiesen.

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