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TBC: Fortschritte erkennbar, Maßnahmen bleiben weiter konsequent aufrecht

LR Gantner: „Das Tuberkulosegeschehen darf uns nicht über mehrere Jahre begleiten – es braucht weitere Schritte für gesunde Rotwild- und Nutztierbestände“
Bregenz (VLK) – „Trotz großer Anstrengungen auf vielen Ebenen und ersten Erfolgen in der TBC-Bekämpfung ist die aktuelle Situation nach wie vor nicht zufriedenstellend. Wir sehen zwar im heurigen Jahr Fortschritte, sind aber noch nicht am Ziel. Umso wichtiger ist es, jetzt konsequent zusammenzuhalten und die Maßnahmen geschlossen umzusetzen“, betont Landesrat Christian Gantner heute (30. Jänner) in seiner Stellungnahme zu einer aktuellen Landtagsanfrage.

Große Fortschritte im Bezirk Bludenz
Im Bezirk Bludenz konnte in den betroffenen Gebieten der Rotwildbestand dank massiv erhöhter Abschussvorgaben und großer Anstrengungen der Jagdverantwortlichen in den vergangenen Jahren deutlich reduziert werden. Rechnerisch führte dies zu einer Halbierung der Prävalenz beim Rotwild in diesem Gebiet. Besonders positiv hervorzuheben ist, dass aktuell kein landwirtschaftlicher Betrieb im Bezirk Bludenz aufgrund von Tuberkulose gesperrt ist.

„Diese Entwicklung zeigt, dass wir jedenfalls auf dem richtigen Weg sind. Das darf uns jedoch nicht dazu verleiten, auf den letzten Metern nachzulassen. Wir müssen gemeinsam die Maßnahmen aufrechterhalten“, betont Gantner.

Maßnahmen im Norden stark intensiviert
Auch in den Bezirken Bregenz und Dornbirn wurden die Abschussvorgaben in den vergangenen Jahren sukzessive stark erhöht. Bei der Frühjahrsbejagung im Tuberkulose-Bekämpfungsgebiet Nord wurde kein TBC-positives Stück Rotwild erlegt, zudem hat sich die Prävalenz der positiv getesteten Wildtiere mehr als halbiert.

„Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass mit der notwendigen Bestandstötung eines Betriebes Anfang Jänner wieder ein Tiefpunkt erreicht wurde. Auch wenn im betroffenen Gebiet viele Jagdverantwortliche große Anstrengungen unternommen haben, ist mir wichtig, klar zu sagen: Wir reden hier nicht mehr über übliche Jagdmaßnahmen, sondern über notwendige Seuchenbekämpfung.

Das Tuberkulosegeschehen in dieser Region darf uns nicht über mehrere Jahre begleiten. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, hier kurzfristige Erfolge zu erzielen – und das geht nur über eine massive Reduzierung der Rotwildbestände. Es braucht weitere Schritte für gesunde Rotwild- und Nutztierbestände“, hält der Landesrat fest.

Gemeinsame Verantwortung und sachliche Diskussion
Jagd, Landwirtschaft und Behörde seien gemeinsam gefordert, die Maßnahmen strikt umzusetzen. „Mit erhobenem Finger aufeinander zu zeigen, hilft der Sache nicht. Entscheidend ist, dass wir konsequent handeln und geschlossen vorgehen“, so Gantner.

Abschließend appelliert der Landesrat an eine sachorientierte Diskussion und Rücksichtnahme im Sinne der gemeinsamen Sache: „Die laufenden Untersuchungen bedeuten für Landwirtinnen und Landwirte, insbesondere für betroffene Betriebe, Unsicherheit und eine enorme psychische Belastung. Gerade in einer sensiblen Phase wie dieser ist eine besonnene und sachorientierte Diskussion sowie Berichterstattung – auch auf politischer Ebene – von besonderer Bedeutung.“

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