Eröffnung der Ausstellung: 7. März 2026, 14 – 17 Uhr
Das Genre des Stilllebens und installative Momente stehen im Zentrum von Susanna Hofers fotografischer Praxis. Sie sammelt Versatzstücke aus der alltäglichen Dingwelt und der Natur und arrangiert sie mit den Mitteln der Produkt- und Werbefotografie zu präzise komponierten Bildern. Formal finden sich sowohl Bezüge zur Stilllebenmalerei des Barock als auch zu den Objets trouvés und Collagen des Surrealismus und der Dada-Bewegung. Inhaltlich interessiert sich Hofer für die immanenten Eigenschaften und symbolhaften, kulturellen, sozialen oder individuellen Bedeutungen der Dinge, die in ungewohnten Ensembles, herausgerissen aus ihren ursprünglichen Zusammenhängen eine neue Wirkkraft entfalten. In Schwarzenberg dienen ihr unter anderem Kuriositäten aus den Sammlungen des Museums als Ausgangsmaterial. Diese Gegenstände und Geschichten verwebt Hofer mit den mythologischen Sujets von Angelika Kauffmann und persönlichen Assoziationen zu visuell-narrativen Tableaus, die von der Schönheit im Gewöhnlichen, Liebesdingen und der Vergänglichkeit erzählen.
Eine Ausstellung des Fördervereins Freunde Angelika Kauffmann Museum Schwarzenberg, kuratiert von Thomas Hirtenfelder.
Susanna Hofer, geboren 1985 in Voitsberg, lebt und arbeitet in Wien und Pack (Steiermark). Sie studierte Literaturwissenschaft und Angewandte Fotografie und zeitbasierte Medien sowie Kunst und Kommunikative Praxis an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Ihre fotografischen Arbeiten werden regelmäßig in renommierten Zeitschriften und Magazinen wie dem SZ-Magazin, ZEIT Magazin, Das Magazin oder DUMMY veröffentlicht. Ausstellungen (Auswahl): What the Mountains Hold, Bodø, NOR (2025); Innumerable Petals, Forum Stadtpark, Graz, AUT (2025); Everything up to yesterday was just a prologue, Kulturhauptstadt Europas Bad Ischl Salzkammergut, AUT (2024); Vienna Design Week, Wien, AUT (2023); Steirische Fotobiennale, Graz/Leibnitz, AUT (2022); New Views on Same-Olds, Xhibit, Wien, AUT (2021); Church of Ego, Austrian Cultural Forum, Belgrad, SRB (2020); YHYFIHM, Festival Voies Off des Rencontres d’Arles, FRA (2018); Bushwick Open Studios, New York, NY, USA (2016); Stoffwechsel, MAK – Museum für angewandte Kunst, Wien, Porzellanmuseum im Augarten, Wien, AUT (2014). Stipendien: Staatsstipendium Fotografie (2025); Eyes on Japan Stipendium, Nagano, JPN, im Rahmen von European Capital of Culture Bodø, NOR (2024); Kunstraum Steiermark Stipendium (2023/24); European Forum Alpbach, Artist Scholarship Program (2017)
Seit 2022 öffnet das Angelika Kauffmann Museum mit der Reihe ›salon angelika‹ jeweils im Frühjahr seine Türen für die Gegenwartskunst. Ziel ist es, Positionen zu zeigen, die die Vielfalt und Qualität aktueller künstlerischer Produktion abbilden, und das Angelika Kauffmann Museum zu einem Ort weiterzuentwickeln, an dem alte und neueste Kunst in einen lebendigen Dialog treten. Das Konzept des Salons dient dabei als historische Referenz und Anknüpfungspunkt zum Leben und Werk von Angelika Kauffmann, Namensgeberin des Museums und ihrerseits eine der bekanntesten Salonnieren des 18. Jahrhunderts. Beheimatet in einem 450 Jahre alten, denkmalgeschützten Bregenzerwälderhaus ist das Angelika Kauffmann Museum der einzige Ausstellungsort dieser Art in der Region und noch immer eines der wenigen Museen weltweit, das einer Frau gewidmet ist.
Öffnungszeiten: 7. März – 19. April 2026, Freitag – Sonntag, 14 – 17 Uhr






