BILDBERICHTE

Bildbericht “Rutopia” – 751 Jahre Egg

(kr/Verein dorfkultur)Was verbirgt sich hinter diesem geheimnisvollen Titel? Nun, das Jubiläumsjahr 2025 mit den 750 Jahr Feierlichkeiten seit der Pfarrerhebung ist vorbei. Das Leben geht weiter in unserer Marktgemeinde. Die Egger Architektur Absolventin Amanda Immler hat sich in ihrer Diplomarbeit an der TU Wien mit Zukunftsvisionen im ländlichen Raum auseinandergesetzt. Am Beispiel vom Egger Ortszentrum hat sie eine rurale Utopie erarbeitet, die sie Rutopia nennt.

Nun konnte Amanda ihre Arbeit in Zusammenarbeit mit unserem Verein, einem breiten Publikum vorstellen.

Als Veranstaltungsort haben wir das von Hermann Kaufmann geplante Impulszentrum in Egg gewählt.

Schon bald trafen die ersten Gäste ein. Man unterhielt sich angeregt und einige hatten sich schon seit längerem nicht mehr gesehen. Das ist der Auftrag unseres Vereines. Mit ansprechenden Veranstaltungen Begegnungszonen schaffen und die Leute hinter dem Ofen hervorlocken.

Für die anschließende Podiumsdiskussion hatten wir die Direktorin des Vorarlberger Architektur Instituts Frau Mag. Dr. Verena Jakoubek-Konrad gebeten uns zu helfen, die Architekten auszuwählen und die Diskussion zu moderieren. Schlussendlich konnten wir mit einem hochkarätigen Podium mit Architekt Uni. Prof. DI Roland Gnaiger, Architekt DI Helmut Kuëss und Landschaftsarchitektin DI Maria Anna Schneider-Moosbrugger aufwarten. DI Gnaiger musste sich am selben Nachmittag krankheitsbedingt entschuldigen. Alle Architekten haben einen Bezug zu unserer Gemeinde und haben sich spontan und unentgeltlich zur Verfügung gestellt.

Unser Obmann Klaus Riezler, eröffnete pünktlich um 20:00 Uhr die Veranstaltung, begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste und im Besonderen unseren Bürgermeister Marc Meusburger, der zusammen mit Amanda Immler das anschließende Podium vervollständigte.

Nun war die frischgebackene Architektin Amanda Immler am Wort. In einem 40-minütigen Vortrag erklärte sie dem interessierten Publikum ihre Visionen vom Egger Dorfzentrum in der Zukunft. Die Präsentation wurde durch zahlreiche Utopie Bilder bereichert, die dem allgemeinen Verständnis dienten. Das Credo mit weniger Verkehr und mehr Begegnungszonen zog sich wie ein roter Faden durch den Vortrag.

Amanda hatte sich gut vorbereitet, agierte souverän und redegewandt.

Nach einer kurzen Erfrischungspause durch Ristorante Chef Antonio und seinem Team begann die Podiumsdiskussion.
Mittlerweile war auch Alt-Bürgermeister Dr. Paul Sutterlüty eingetroffen. In seiner Amtszeit wurde nicht nur die Gemeinde Egg zur Marktgemeinde erhoben, sondern das Egger Zentrum wurde nachhaltig verändert.

Grundlage war die gezeigte Diplomarbeit von Amanda Immler. Niemand war auf die Fragen der Moderatorin Verena Jakoubek-Konrad vorbereitet. Der Utopie wurde nun die Realität entgegengestellt.

Amanda musste sich kritischen Fragen der Moderator stellen und meisterte diese gekonnt. Eine Utopie regt an, stößt an Zeitfaktoren und an langwierige Behördengänge. Aber es heißt ja nicht, dass man diese nicht verkürzen kann.

Architekt DI Helmut Kuëss hat den Masterplan für die Gemeinde Egg erarbeitet. Er befasst sich seit Jahren mit dem Städte- und Gemeindebau. Ihm gefielen vor allem die von Amanda angedachten Freizonen in der Gemeinde.

Bürgermeister Marc Meusburger überzeugte durch seine ehrliche Art. Er ist noch nicht lange Bürgermeister lässt sich oft bei Fragen von Architekten:Innen der Egger Gemeinde Vertretung und vom Gestaltungsbeirat beraten.

Die Landschaftsarchitektin DI Maria Anna Schneider-Moosbrugger ist Wahl-Eggerin und wurde von Verena als wohl renommierteste Landschaftsarchitektin in Westösterreich vorgestellt. Maria Anna informierte das Publikum über den Klimawandel, Bepflanzungsmethoden, aber auch über die ständig zunehmende Verbauung von Freiflächen und Grünzonen.

Eine höchst interessante Veranstaltung der dorfkultur neigte sich dem Ende zu. Wir dürfen uns recht herzlich bedanken bei Verena Jakoubek-Konrad, beim Architekten Team, bei der Firma Prisma für die Bereitstellung der Räumlichkeiten, bei Antonio uns seinem Team für die Bewirtung, bei der Marktgemeinde Egg fürs Ausborgen der Stühle, bei Bürgermeister Marc Meusburger für die Teilnahme und bei der Gästeschar. Zu guter Letzt geht unser Dank an Amanda Immler, ihre Eltern können stolz sein.

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