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Bildbericht KleinWien Doren: DreiMalGrimm: Schneider, Bohne, Riese, Prinzessin und Bär

(ba)Da staunen die kleinen und großen Besucher|innen nicht schlecht, als sie im Dorener „Unser KleinWien“, eine Theaterbühne mit Postbushaltestelle, Wartebank und Laterne vorfinden, und von einem, der den Bus grade verpasst hat (Stefan Libardi), zur Überbrückung der Wartezeit eine Geschichte erzählt bekommen.

Aus den Koffern dieses Wartenden und den Teilen der Haltestelle kommen plötzlich Figuren zum Vorschein, die das Geschichtenerzählen gleich auch mit übernehmen: So springen Strohhalm, Kohle und Bohne einer alten Frau vom Herd und machen sich auf, in ein fremdes Land zu ziehen. Ein schelmischer Schneider macht einem Riesen große Angst – und der Riese dem Publikum staunende Augen, weil er – schwupps – mit Phantasie und handwerklichem Geschick aus der Busstation gezaubert wurde. Und als die Prinzessin ihren letzten drei Freiern Rätsel aufgibt, so wird sie das kluge Schneiderlein allesamt lösen können. Doch da kommt noch ein tapsiger Bär ins Spiel, der sich aber überlisten lässt – und nur mit Hilfe des Publikums wieder befreit werden kann.

Überhaupt darf sich das Publikum ganz aktiv in die Geschichten mitnehmen lassen: es werden Requisiten besprochen (aus dem Strohhalm kann auch eine Nadel werden, wenn sie denn gebraucht wird) oder ein Lied wird gemeinsam gesungen, um von einem ins andere Märchen zu wandeln. Stefan Libardi liebt es sichtlich, alle mit einzubeziehen und das Spiel mit den Puppen bis in den Zuschauerraum hinein auszureizen. Seine wacklige Bühne spielt dabei alle Stückerln und sorgt bei jedem „Umbau“ für Überraschung.

Begeisterter Applaus kam zum Schluss vom Publikum, das die Geschichte aus drei recht unbekannten Grimm’schen Märchen („Strohhalm, Kohle und Bohne“, „Der Riese und der Schneider“ und „Vom klugen Schneiderlein“) fröhlich genossen hat.

Bericht/Bilder: Barbara Urstadt

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