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Antti Kauppila kehrt zum EC Bregenzerwald zurück

(mk)Der eine oder andere aufmerksame Leser der Vereinsmitteilungen sowie die Besucher des gestrigen Heimspiels im Messestadion haben es bereits bemerkt: Antti Kauppila ist zurück beim EC Bregenzerwald. Damit reagieren die Wälder auf eine weiterhin angespannte personelle Situation, die den Klub seit Saisonbeginn begleitet.

Sportlich stabil – personell stark gefordert
Sportlich gesehen gibt es in dieser Saison wenig zu beanstanden. Der ECB bewegt sich seit Beginn des Spieljahres konstant innerhalb der Top 10 der Alps Hockey League und ist knapp drei Wochen vor Ende des Grunddurchgangs weiterhin im Rennen um eine direkte Viertelfinalqualifikation. Spielertechnisch stellt sich die Lage jedoch deutlich herausfordernder dar. Von Beginn an hatte man mit schwerwiegenden Ausfällen zu kämpfen, deren Auswirkungen weit über einzelne Spiele hinausreichen.

Eine lange Liste an Ausfällen
Bereits früh traf es Lukas Piff, der lediglich die Vorbereitung absolvieren konnte, ehe eine unumgängliche Operation folgte. Für ihn wurde mit Bernhard Posch nachverpflichtet. Kurz darauf folgte der nächste Rückschlag: Alexander Tell, der maßgeblich am Auswärtserfolg in Zell am See beteiligt war, musste ebenfalls frühzeitig die bittere Diagnose Saisonende hinnehmen. Als Reaktion darauf wurde im Dezember Lauri Saastamoinen verpflichtet, der aktuell jedoch ebenfalls nicht einsatzfähig ist. Auch Backup-Torhüter David Bernhard musste sich noch vor dem Jahreswechsel einem Eingriff unterziehen und arbeitet derzeit an seinem Comeback.

Besonders schwer traf den ECB kürzlich der Ausfall von Usko Laaksonen. Im zweiten Auswärtsspiel in Zell am See lief im ersten Drittel noch alles nach Plan, ehe nach der Eisreinigung das Spiel kippte. Laaksonen stürzte unglücklich, wurde dabei von der Schlittschuhkufe eines Gegners getroffen und erlitt tiefe Schnittverletzungen mit Beteiligung mehrerer Muskeln und Bänder. Für ihn ist die Saison damit beendet, frühestens in drei Monaten kann er wieder eishockeyspezifisch trainieren. Ob hier eine Nachverpflichtung erfolgt, bleibt abzuwarten. Und zu guter Letzt meinte es das Glück auch mit Luukas Kallioinen trotz seines Spitznamen „Lucky“ nicht gut. Bereits Ende November länger außer Gefecht, kehrte er kurz vor Weihnachten zurück – nur um sich vor dem letzten Spiel vor dem Heiligen Abend erneut schwerer zu verletzen. Eine konkrete Prognose für seine Rückkehr ist derzeit nicht möglich.

Erfahrung für die heiße Phase
Daher war es unumgänglich in der in der Defensive noch einmal zu reagieren. Die Lösung fand man in Antti Kauppila. Der mittlerweile 36-jährige Finne stand bereits in den 2010er-Jahren mehrfach bei den Wäldern unter Vertrag und bringt es seither auf enorme internationale Erfahrung. Stationen in Finnland, Schweden, Tschechien, Deutschland und Norwegen, sowie zuletzt in der französischen Ligue Magnus sprechen für sich. Vor allem die zahlreichen Play Off und Relegations-Spiele, die Kauppila in seiner Karriere bestritten hat, sind eine Qualität, die im aktuellen ECB-Kader nur selten vorhanden ist.

Kauppila selbst zeigte sich bei seiner Rückkehr gereift und betonte, nicht gekommen zu sein, um persönliche Statistiken aufzubessern, sondern um der Mannschaft zu helfen und gemeinsam möglichst viele Siege einzufahren. Mit Antti Kauppila gewinnt der EC Bregenzerwald nicht nur Stabilität in der Defensive, sondern auch wertvolle Erfahrung – ein wichtiger Baustein für die bevorstehende heiße Phase der Saison.

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