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Oberliga Süd mit HT Tigers Teil 1: Vom Bodensee bis ins Allgäu

(mk)Mit dem Wechsel in die Oberliga Süd betreten die HC Tigers sportlich Neuland. Für unsere Mannschaft – aber auch für viele unserer Fans – warten in der kommenden Saison zahlreiche neue Gegner und bisher unbekannte Auswärtsziele. Grund genug, die 13 Konkurrenten in den kommenden Wochen etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Dabei soll es nicht nur um das Geschehen auf dem Eis gehen. Wir stellen euch die Vereine, ihre Geschichte, ihre Stadien und Fans vor – und schauen auch darauf, was die jeweiligen Städte abseits des Eishockeys zu bieten haben.

Zum Auftakt bleiben wir ganz in unserer Nähe: Mit Lindau, Füssen und Kaufbeuren geht es dreimal ins Allgäu beziehungsweise an den Bodensee.

EV Lindau Islanders – das neue Bodensee-Derby

Kein Gegner liegt für die Tigers so nahe wie die Lindau Islanders. Die kurze Distanz über den Bodensee macht die Begegnungen schon geografisch zu einem Derby – und dürfte dafür sorgen, dass sich bei den direkten Duellen viele Fans beider Vereine auf den Weg machen. Die Islanders gehören mittlerweile zum festen Inventar der Oberliga Süd. Für die Tigers hingegen bekommt das Nachbarschaftsduell ab dieser Saison erstmals Meisterschaftscharakter.

Gespielt wird in Lindauer Eissportarena. Das Stadion gehört sicherlich nicht zu den größten Arenen der Liga, besitzt dafür aber den Charme eines klassischen Eishockeystandorts. Gerade bei gut gefüllten Rängen dürfen sich die Tigers auf eine entsprechend intensive Atmosphäre einstellen.

Wenn ihr schon dort seid …

Lindau dürfte für viele Vorarlberger ohnehin kein unbekanntes Terrain sein. Trotzdem bietet sich gerade bei einem Wochenendspiel ein Abstecher auf die Insel an. Die historische Altstadt liegt auf einer rund 70 Hektar großen Insel im Bodensee. Wahrzeichen ist die berühmte Hafeneinfahrt mit dem Bayerischen Löwen und dem Neuen Leuchtturm. Von dessen Spitze eröffnet sich der Blick über Bodensee und Alpen.

Unser Tipp: Früh genug anreisen, ein paar Stunden auf der Insel verbringen und anschließend weiter zum Eishockey.

EV Füssen – Eishockeytradition pur

Wer über die Geschichte des deutschen Eishockeys spricht, kommt an Füssen kaum vorbei. Der EV Füssen zählt zu den großen Traditionsnamen des Landes und steht wie nur wenige Vereine für die jahrzehntelange Eishockeykultur im Allgäu.

Für die Tigers bedeutet die Reise nach Füssen deshalb weit mehr als nur ein weiteres Auswärtsspiel. Hier trifft der österreichische Oberliga-Neuling auf einen Standort, an dem Eishockey seit Generationen fest verankert ist.

Seit 2019 ist der EV Füssen wieder in der Oberliga Süd zuhause und trägt seine Heimspiele am traditionsreichen Bundesstützpunkt aus. Das gesamte Areal ist eng mit dem deutschen Eishockey verbunden und bis heute ein wichtiger Ausbildungsstandort.

Wenn ihr schon dort seid …

Auch Füssen bietet sich hervorragend für einen Tages- oder Wochenendausflug an. Direkt über der historischen Altstadt thront das Hohe Schloss, eine ehemalige Sommerresidenz der Augsburger Fürstbischöfe und eines der bedeutendsten spätgotischen Bauwerke der Region.

Und nur wenige Kilometer entfernt liegen natürlich zwei der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands: Schloss Neuschwanstein und Schloss Hohenschwangau. Füssen Tourismus weist darauf hin, dass gerade der Winter für einen Besuch der Königsschlösser besonders reizvoll sein kann, weil deutlich weniger Besucher unterwegs sind.

Unser Tipp: Wer genügend Zeit hat, macht aus der Auswärtsfahrt einen ganzen Tag im Allgäu. Altstadt, Schloss und Eishockey lassen sich hier ziemlich gut miteinander verbinden.

ESV Kaufbeuren – der große Name kommt aus der DEL2

Mit Kaufbeuren wartet auf die Tigers ein Gegner, der noch in der vergangenen Saison eine Liga höher unterwegs war. Nach 17 Jahren in der Zweitklassigkeit mussten die Joker im Frühjahr 2026 den bitteren Gang in die Oberliga antreten. In der entscheidenden Playdown-Runde setzte sich Weiden durch, womit der ESVK als sportlicher Absteiger feststand.

Entsprechend prominent ist der Name für einen Oberliga-Gegner. Der 1946 gegründete ESV Kaufbeuren kann auf eine lange Geschichte zurückblicken und wurde unter anderem sechsmal deutscher Zweitliga-Meister. Auch die Oberliga Süd konnte der Club bereits gewinnen – zuletzt 2009.

Die Heimstätte ist die moderne energie schwaben arena. Sie wurde 2017 eröffnet und bietet Platz für 3.100 Zuschauer. Wie groß die Begeisterung trotz der schwierigen vergangenen Saison ist, zeigte sich ausgerechnet im Abstiegskampf: Das Heimspiel gegen Weiden in der entscheidenden Playdown-Runde war ausverkauft.

Für die Tigers dürfte Kaufbeuren damit schon auf dem Papier zu den besonders reizvollen Auswärtsfahrten der ersten Oberliga-Saison gehören.

Wenn ihr schon dort seid …

Auch Kaufbeuren hat mehr zu bieten als die Eishalle. Die mittelalterlich geprägte Innenstadt mit Kaiser-Max-Straße, Stadtmauer, historischen Türmen und kleinen Gassen lässt sich gut zu Fuß erkunden. Wahrzeichen der Stadt ist der um 1420 errichtete Fünfknopfturm.

Unser Tipp: Die energie schwaben arena liegt unmittelbar am Rand der Innenstadt. Damit lässt sich ein Stadtbummel vor dem Spiel besonders unkompliziert mit dem Stadionbesuch verbinden.

Nächstes Heimspiel: Samstag, 22.08.2026 um 19:30 Uhr gegen den EHC Seewen im Messestadion Dornbirn

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