(VSV/ef)Am 14. Und 15. März werden in Mellau zwei FIS.Slaloms ausgetragen. Der rührige Skiverein, der in der laufenden Saison schon vier Weltcupläufer ins Rennen schicken konnte, feierte kürzlich sein 90-Jähriges Bestandsjubliäum. Und richtet seit 1976 – also seit 50 Jahren – FIS Rennen aus. Die sportlichen Highlights des Klub lieferten Christian Gerber mit seinem Abfahrtssieg in Bormio 2001 und dem sechsten Platz in der Olympiaabfahrt 2002, Lukas Feurstein mit dem Weltcup-Super-G-Sieg in Sun Valley imi März 2025. Und auch Patrick Feurstein, der mit Platz zwei im Riesentorllauf von Courchevel 2022 ein absolutes Highlight ablieferte. Neben den beiden Cousins Feurstein starten derzeit auch Noel Zwischenbrugger und Jakob Greber regelmäßig bei Weltcuprennen.
Bei den FIS-Rennen auf der Mellauer Rossstelle ist mit Jakob Greber einer der Loklamatorden mit dabei und zählt zu den Favoriten auf einen Topplatz bei seinen Heimrennen.
Dazu ein Auszug auf dem Jubiläumsband des SV Mellau:
Die FIS-Rennen im Bregenzerwald
Im Jahr 1970 trafen sich die Vertreter der Skivereine aus Au, Damüls, Bizau, Schwarzenberg und Mellau in einem gemütlichen Lokal – dem Café Natter in Bezau. Es war der 28. Mai, ein historischer Tag, an dem die Gründungsversammlung des Bregenzerwälder FIS-Rennens stattfand. In dieser Besprechung
beschlossen die Vereine einstimmig, jedes Jahr ein FIS-Rennen im Bregenzerwald auszutragen. Diese Rennen sollten abwechselnd von zwei Vereinspaarungen organisiert werden: Au-Damüls und Mellau-Schwarzenberg. Durch Losentscheid wurde festgelegt, dass Au-Damüls das erste Rennen im Jahr 1971/1972 austragen sollte.
FIS-Rennen im alpinen Skisport sind von Beginn an von großer Bedeutung. Sie dienen nicht nur dazu, junge Talente zu fördern, sondern auch zur Einstufung im internationalen Punktesystem der Fédération Internationale de Ski (FIS). In diesen Wettbewerben treten Athletinnen und Athleten aus verschiedenen Ländern gegeneinander an, um ihre Fähigkeiten unter Wettkampfbedingungen zu testen. Dabei sammeln sie FIS-Punkte, die ihre Position in der internationalen Rangliste bestimmen und ihnen die Teilnahme an noch prestigeträchtigeren Wettbewerben ermöglichen.
Für die Rennveranstalter waren diese Rennen ebenfalls von Bedeutung. Sie boten nicht nur die Möglichkeit, international besetzte Wettkämpfe auszurichten, sondern auch dem heimischen Nachwuchs die Gelegenheit, vor heimischem Publikum zu starten. Darüber hinaus konnten sich die Veranstalter durch die Ausrichtung solcher Rennen für größere Herausforderungen wie den Europacup oder sogar den Weltcup empfehlen. Im Zeitraum von 1976 bis 2025 fanden in Mellau insgesamt 22 FIS-Rennen statt. Diese Veranstaltungen wuchsen über die Jahre und brachten zahlreiche Athletinnen und Athleten nach Mellau. Allerdings gab es auch Jahre, in denen widrige Bedingungen die Rennen beeinflussten. So mussten beispielsweise 2023 aufgrund von Schneemangel zwei Rennen abgesagt werden – eine Erinnerung daran, wie stark die Natur Einfluss auf den Verlauf solcher Veranstaltungen nehmen kann.
Das erste FIS-Rennen in Mellau – ein historischer Moment
Der erste Sieger eines FIS-Rennens in Mellau im Jahr 1976 war Othmar Kirchmair. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Hubert Berchtold aus Alberschwende sowie der damalige Abfahrts-Weltmeister David Zwilling. David Zwillings Teilnahme und sein Podestplatz in Mellau verliehen dem Rennen große Strahlkraft und markierten einen besonderen Moment – nicht nur für den Skisport im Bregenzerwald, sondern auch für die lange und stolze Tradition der FIS-Rennen in Mellau.
Aus lokaler Sicht besonders erfreulich: Die beiden Mellauer Wernfred Feurstein, genannt „Wes“, und Werni Zünd belegten die hervorragenden Plätze sieben bzw. Elf. Auch bei den FIS-Damenrennen konnte Mellau Erfolge verzeichnen: Beim FIS-Damen-Slalom im Jahr 1993 gewann Veronika Kappaurer (verh. Feurstein), die Mutter des heutigen ÖSV-Athleten Lukas Feurstein.
Programm
Samstag, 14. März
09.30 Uhr. Slalom, 1. Lauf
12.00 Uhr. Slalom, 2. Lauf
Sonntag, 15. März
09.30 Uhr. Slalom, 1. Lauf
12.00 Uhr. Slalom, 2. Lauf




