Emotionaler Abschluss in Schetteregg: 250 Fackelläufer und 12.000 Unterstützer kämpfen für die Zukunft des Skigebiets.
Quelle: vol.at
Titelbild: Skilifte Schetteregg / Egger Liftgesellschaft mbH & Co. KG
Mehr als 600 Teilnehmer haben am Samstag beim Abschlussabend in Schetteregg ein starkes Signal für die Zukunft gesetzt. 250 Fackelläufer zogen die Brongenabfahrt hinunter, die Petition für den Weiterbestand zählt bereits über 12.000 Unterschriften.
Schetteregg wurde am Samstagabend noch einmal zum leuchtenden Mittelpunkt der Region.
Unter dem Motto “74 Jahre Schetteregg – Ein letztes Mal” versammelten sich mehr als 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum emotionalen Saisonabschluss – und machten deutlich, dass dieses “letzte Mal” für viele kein Schlusspunkt sein soll.
Höhepunkt des Abends war die Fackelabfahrt: Über 250 Fackelläuferinnen und Fackelläufer zeichneten ein glühendes Band in die Dunkelheit.
Organisiert wurde der Lauf von der Skischule Bödele unter der Leitung von Joe Berchtold. Das Lichtermeer auf der Piste stand sinnbildlich für Zusammenhalt, Identität und den Wunsch nach einer Zukunft für das traditionsreiche Gebiet.
Ein starkes Zeichen der Verbundenheit setzte auch der Wintersportverein Langenargen, der mit rund 60 Teilnehmenden eigens angereist war. Unten im Ziel wurde aus dem offiziellen Abschluss rasch ein Fest der Gemeinschaft: Familien, Skifahrer und Gäste feierten, tanzten und blickten gemeinsam auf 74 Jahre Wintersportgeschichte zurück.
Vereinsmeisterschaft mit Rekordbeteiligung
Bereits tagsüber hatte die Vereinsmeisterschaft des Skiklubs Egg für ein sportliches Ausrufezeichen gesorgt. 145 Starterinnen und Starter bedeuteten die höchste Teilnehmerzahl seit vielen Jahren. Viele von ihnen blieben auch am Abend – und trugen später selbst eine Fackel ins Tal.
Besonders eindrucksvoll zeigte sich der Zukunftswille an der Wünsche-Wand unter dem Motto “Was wünschst du dir für Schetteregg?”. Dutzende Kinderzeichnungen und zahlreiche Botschaften von Erwachsenen machten klar: Der Fortbestand des Gebiets, ein familienfreundliches Angebot und die Weiterentwicklung mit Sommerbetrieb stehen für viele ganz oben.
Auch die Petition “Zukunft für Schetteregg sichern” setzt ein deutliches Zeichen. Sie zählt mittlerweile über 12.000 Unterschriften. “Mit über 12.000 Unterschriften erleben wir eine Unterstützung, wie es sie im Bregenzerwald bisher noch nie gegeben hat”, sagt Sarah Porwit von den Skiliften Schetteregg.
Das sind die Sommerpläne für die Schetteregg
Zahlreich vertreten waren auch Anrainer und Ferienhausbesitzer, die ihre Verbundenheit mit dem Gebiet unterstrichen. Jürgen Sutterlüty bedankte sich beim Team vor Ort: “Ein riesiges Danke an unser Mitarbeiterteam in Schetteregg. Dieser Einsatz – trotz der Tatsache, dass heute Sonntag der letzte Öffnungstag ist – ist alles andere als selbstverständlich.”
Mehr als ein Abschied
Der Abschlussabend war damit weit mehr als eine symbolische Abfahrt. Er wurde zum emotionalen Bekenntnis einer ganzen Region. Ob und wie es mit Schetteregg weitergeht, ist weiterhin offen. Der Samstag aber hat gezeigt: Die Unterstützung ist groß – und das Licht für die Zukunft brennt noch.






