NEWS SPORT

Niklas Bachlinger springt in Sapporo auf das Podest

(fb)Unmittelbar nach Beendigung der Vierschanzentournee in Bischofshofen, wo Niklas Bachlinger Platz 40 im Abschlussspringen und Platz 53 in der Tournee-Gesamtwertung belegen konnte, reiste der Schoppernauer weiter zum Continental Cup nach Sapporo. Niklas ist bereits im Winter 2025 in Sapporo gesprungen und kennt deshalb die HS 137 Olympiaschanze und auch die unberechenbaren Wetterverhältnisse. Am Samstag (10.01.) nützte der Bregenzerwälder die Gunst der Stunde und verbesserte sich im Finaldurchgang mit der Höchstweite von 131,0 Meter von Platz 11 auf den zweiten Rang. Mit der höchsten Punkteanzahl im zweiten Durchgang und einem Gesamtrückstand von 4,5 Punkten auf den 29-jährigen Sieger Keiichi Sato aus Japan, wurde Bachlinger ex aequo mit dem 30-jährigen Norweger Robin Pedersen gewertet. Pedersen war bei der Vierschanzentournee im norwegischen Team und sprang in Innsbruck und Bischofshofen mit Platz 43 bzw. Platz 31 im Bereich des Vorarlbergers. Seine beste Platzierung bei der Tournee erreichte der Norweger mit Platz 17 beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen. Der Wettkampf am Samstag war durch stark wechselnden Wind und Schneefall beeinflusst, wodurch sich die Platzierungen vom ersten Durchgang teilweise noch stark veränderten. Die restlichen fünf Österreicher konnten sich nicht unter den Top Ten platzieren (Zimmermann 11., Leitner 17., Smid 19. und Aigner 22.). Hannes Landerer konnte sich als 36. nicht für den Finaldurchgang der besten 30 qualifizieren.

Am Sonntag (11.01) musste der erste Wettkampf am Morgen wegen zu starkem Wind abgesagt werden. Zu Mittag konnte schließlich das zweite Springen, nach mehreren Verschiebungen, gestartet werden. Wiederum machten teilweise starker Wind und Schneefall den Wettkampf zu einer Lotterie. Niklas Bachlinger musste vor seinem Sprung zweimal den Balken wieder verlassen und erwischte anschließend starken Aufwind, welchen er nicht in Weite umsetzen konnte. Die solide Weite von 126,5 Meter reichte aufgrund des Abzuges von 22,1 Gate- und Windpunkten nur für den 16. Platz. Gewinnen konnte der Tiroler Clemens Aigner, mit einer Weite von 129,0 Meter und gutem Aufwind, vor Joergen Oliver Stroem (27) aus Norwegen und dem Deutschen Ben Bayer (21). Julijan Smid aus Kärnten konnte sich mit Platz 4 ebenfalls im Spitzenfeld platzieren. Die Platzierungen der restlichen ÖSV-Athleten waren: Leitner 13., Landerer 22. und Zimmermann 23.

Für Niklas war der zweite Platz in Sapporo der dritte Podestplatz im Continental Cup, nachdem er im Januar 2021 in Innsbruck an einem Tag mit Rang 2 und 3 auch die Weltcupquote holen konnte. Beim zweiten Wettkampf damals musste sich der Schoppernauer nur Oldy Simon Ammann geschlagen geben. Ammann war am Samstag unmittelbar hinter Bachlinger und Pedersen Vierter und damit bester Schweizer, was für seine Olympiaambitionen sehr wichtig war. Der 44-jährige Toggenburger würde in Val die Fiemme seit 1998 seine achten Olympischen Spiele bestreiten.

Nach Sapporo geht es im Continental Cup bereits am Dienstag und am Mittwoch auf der Olympiaschanze von Peking weiter. Gesprungen wird in Zhangjiakou auf der HS140, welche in einem Fußballstadion endet. Der Schanzenturm gleicht einem Raumschiff und bietet jeglichen Luxus. Dieses Springen wird für die COC-Athleten also nicht nur sportlich ein interessantes Ereignis.

Foto FIS/Gepa

Kommentar hinzufügen