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Neues von den Wälder “Jumpern”: Skispringer Johannes Pölz aus Schwarzenberg beim FIS Cup in Szczyrk erfolgreich

(fb)Nach seinem missglückten Einsatz beim Continental Cup in Eisenerz, wo Johannes Pölz (Titelbild links) als 39. und 47. zweimal den Finaldurchgang deutlich verpasst hatte, war der 21-jährige Schwarzenberger am vergangenen Wochenende wieder international im FIS Cup im Einsatz. Gesprungen wurde in Szczyrk/Polen auf der Normalschanze HS104, und Pölz gelang nach Platz vier am Samstag, mit dem 2. Rang am Sonntag der zweite Podestplatz in der laufenden FIS Cup Serie. Er musste sich nur um 2,9 Punkte dem Doppelsieger Timon-Pascal Kahofer aus Tirol geschlagen geben. Team Austria war den anderen Nationen überlegen und führte einmal mit sechs und einmal mit acht Springern die Rangliste an. Johannes Pölz belegt aktuell mit 436 Punkten Platz 7 in der Gesamtwertung und wird schon kommendes Wochenende beim FIS Cup in Villach wieder im Einsatz sein.

Am selben Wochenende war Niklas Bachlinger aus Schoppernau beim Continental Cup in Lillehammer am Start und wurde am Samstag auf der HS140 Opfer einer Windflaute. Im ersten Durchgang herrschte ständig Aufwind zwischen 0,6 und 1,0 m/s, wobei die Norweger ihren Heimvorteil und ihre Flugqualitäten optimal ausnutzen konnten. Beim Österreicher Paket Aschenwald, Landerer, Bachlinger und Müller schlief der Wind plötzlich komplett ein und nahm den genannten Athleten jegliche Chance auf einen Spitzenplatz.

Markus Müller, der die Woche davor bei der Skiflug-WM in Oberstdorf im Einsatz war, konnte aus der Windstille das Beste herausholen und sich mit 125,5 Meter auf Rang vier einreihen, hatte jedoch schon 24 Punkte Rückstand. Der norwegische Sieger Joergen Oliver Stroem segelte unmittelbar nach Müller mit 0,9 m/s Aufwind auf 141,5 Meter.

Die Tiroler Philipp Aschenwald und Hannes Landerer schafften mit Platz 40 und 47 den Finaldurchgang nicht. Niklas Bachlinger landete ohne jegliche Windunterstützung (0,06 m/s) bei 115,0 Meter und mit den daraus resultierenden Abzügen bei den Haltungsnoten auf Platz 23. Im zweiten Durchgang konnte er sich mit einem soliden Sprung auf 123,5 Meter noch auf Platz 20 im Endklassement verbessern.

Die Norweger feierten einen Dreifachsieg durch Stroem, Langmo und Joergensen. Müller konnte mit einem Gesamtrückstand von 49,6 Punkten Rang vier behaupten. Acht Norweger, zwei Deutsche und ein Slowene schafften es neben Müller unter die Top 12. Clemens Leitner (Tir), Raffael Zimmermann (Tir) und Stefan Rainer (Sbg) belegten die Ränge 13, 15 und 17.

Am Sonntag waren die Windverhältnisse in beiden Durchgängen konstant und fair. Diesmal setzte sich Isak Andreas Langmo, der vom Weltcup in den COC wechseln musste, mit Weiten von 140,5 und 141,5 Meter hauchdünn um 1,1 Punkte vor Markus Müller und 15,1 Punkte vor Joergen Oliver Stroem durch.

Nach der Enttäuschung vom Vortag konnte Rückkehrer Philipp Aschenwald wieder seine gute Form beweisen und mit 132,0 bzw. 137,0 Meter den vierten Platz belegen. Raffael Zimmermann erreichte mit Platz sieben sein zweitbestes COC-Ergebnis.

 

Niklas Bachlinger zeigte einen guten Wettkampf und erreichte als viertbester Österreicher Platz 12 (125,0 und 129,5 Meter), Rainer, Landerer und Leitner die Ränge 14, 15 und 17. Der Schoppernauer belegt in der COC-Gesamtwertung aktuell Platz 11, wird sich jedoch für die nächsten 4-5 Wochen auf eine Trainingsperiode einstellen müssen.

Bedingt durch die Olympischen Spiele in Predazzo, wo nur vier Österreicher startberechtigt sind, stoßen vier Athleten vom ÖSV-Weltcupteam für Kranj, Oberhof und Iron Mountain in das COC-Team. Für die restlichen drei Startplätze haben sich Müller, Aschenwald und Zimmermann aufgedrängt.

Fotos © ÖSV und skijumping.pl

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