(fb)Schispringer Niklas Bachlinger ist mit viel Motivation und großen Zielen in die neue Saison gestartet. Endlich sollte es mit einem Weltcup-Fixplatz klappen. Doch ein Trainingssturz hat seine Pläne komplett über den Haufen geworfen.
Am 7. Juli zog sich der Schoppernauer beim Sprungtraining in Stams eine schwere Knieverletzung zu. Beim zweiten Sprung auf der HS115-Schanze musste Niklas seinen Flug abbrechen und landete aus großer Höhe bei annähernd 118 Meter.
Das linke Kreuzband hielt dem hohen Landedruck nicht stand und er kam zu Sturz, wobei es ihm auch noch das Knie verdreht hatte. Ihm war sofort bewusst, dass da ein gröberer Schaden entstanden war, was die anschließenden Untersuchungen im LKH Innsbruck leider auch bestätigten.
Die Diagnose lautete Riss des vorderen Kreuzbandes im linken Knie, ein Korbhenkelriss im Außenminiskus, ein Einriss des Außenbandes und eine Knochenprellung. Bereits am nächsten Tag erfolgte die Operation im LKH Innsbruck, welche ohne Komplikationen verlief. Damit war auch ein sofortiger Start der Reha gewährleistet, welche in den vergangenen 6 Wochen vorwiegend im Institut Dr. Rhomberg in Lech und in Heimarbeit erfolgte.
Die Saison 2026/27 besteht damit ausschließlich aus Therapie und Aufbautraining. Der volle Fokus von Niklas liegt auf einem gesunden, stabilen Knie. Das langfristige Ziel ist ein Wiedereinstieg in das Sprungtraining in 10-11 Monaten, wenn das verletzte Knie wieder entsprechend belastbar ist. Am 18. August verließ Niklas nach der zweiten Kontrolluntersuchung das LKH Innsbruck ohne Krücken.
Wenn auch etwas wackelig, waren dies die ersten Schritte in die nächste Therapiephase. Diese wird Niklas am Montag (24. August) mit dem Expertenteam im Vorarlberger Olympiazentrum in Dornbirn starten. Dort ist der Wälderadler in besten Händen. Eva Pinkelnig wurde mit derselben Verletzung, welche sich die Dornbirnerin beim Sommer Grand Prix im September 2025 in Val di Fiemme zugezogen hatte, ebenfalls im VOZ therapiert und ist auf dem Besten Weg zurück auf die Schanze.
Für den Wälder ist nun viel Geduld und harte Arbeit erforderlich. Einem Comeback steht jedoch bis dato nichts im Wege. Und wenn alles gut läuft, in einer besseren körperlichen Verfassung, als zu Beginn der laufenden Saison.


